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Die jungen Berner Gastronomen feiern ihre zehn Jahre

Von René Grüninger

Die jungen Berner Gastronomen feiern ihre zehn Jahre

Am Anfang stand die kulinarische Reise. Begonnen hatte sie einst 2007 im charmanten «Le Beizli» in Liebefeld. Mittlerweile führt sie quer durch Bern: Vom Süden her «zum Schloss», über den «Eiger» zwischen Mattenhof und Monbijou, bis in den Norden ins… genau: «Du Nord». Die Rede ist natürlich von der «KG Gastrokultur» und diese feierte erst kürzlich ihr 10-Jahre-Jubiläum.

 

Seit Anbeginn haben die Jungunternehmer Wert darauf gelegt ihren Lokalen entweder den gewachsenen Charakter, die eigene Patina zu belassen oder ihnen eine ganz eigene spezifische Atmosphäre zu verpassen. Das macht sie jedes auf seine Weise einmalig und besonders. Und genau so abwechslungsreich wie die Restaurants sind auch die kulturellen Anlässe, die darin stattfinden.

 

In diesem Sinne feierten vor kurzem die vier Teilhaber Regula Keller, Michel Gygax, Marc Häni und Igor Gaic mit einem fulminanten Fest. Geladen waren nicht nur die Teams der fünf Restaurants, sondern auch die Gäste, die Lieferanten und viele andere Freunde des Hauses. Gefestet wurde natürlich auf dem Parkett der ersten Stunde, nämlich im «Le Beizli». Auch wir von «Essen gehn!» möchten an dieser Stelle herzlich gratulieren und uns für die treue und schöne Zusammenarbeit bedanken! Mit Speis, Trank und Tanz – die Reise geht weiter!

 

KG Gastrokultur GmbH, Könizstrasse 161, 3097 Liebefeld, info@kggastrokultur.ch

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Im Kirchenfeld: Rezepte und Geschichten

Von René Grüninger

Im Kirchenfeld: Rezepte und Geschichten

Eine tiefe Schlucht hat die Aare im Laufe der Jahrtausende gegraben und damit die berühmte Schlaufe geschaffen, in der die schöne Stadt Bern steht. Um leicht in die Stadt hinein und heraus zu kommen, mussten einige Brücken gebaut werden. Ein Meisterwerk hoher Ingenieurskunst ist etwa die Kirchenfeldbrücke, die die Altstadt über die Aare hinweg mit dem Kirchenfeldquartier verbindet. Dort am südlichen Brückenkopf wurde 1882 für die Bauarbeiter eine Kantine eröffnet, die sich nach und nach zu einem Gasthaus entwickelte. 
In den über zwanzig Jahren ihrer Tätigkeit haben Charlotte und Maurice Rota ein Restaurant daraus gemacht, wo die Atmosphäre stimmt, die Bedienung herzlich ist und das Angebot überraschend. Fragen Sie aber nicht nur nach der Menükarte, sondern auch nach dem Buch, das Maurice Rota vor kurzem herausgebracht hat. Es enthält die spannende Geschichte des Hauses, seine Rezepte und kuriose Quartier-Anekdoten.

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The Artisan

Von René Grüninger

The Artisan

Wenn mich jemand bitten würde, ihm in Zürich ein Lokal zu nennen, das nicht nur neu, sondern innovativ und anders ist und sich abhebt vom bisherigen, da fiele mir sofort The Artisan ein. Hier haben junge Gastronomen in einem Neubau (!) eine grüne Oase geschaffen. Ob man drinnen sitzt unter hängenden Gärten oder auf der Terrasse mit den mit Kräutern bepflanzten Töpfen, man fühlt sich sofort wohl. Hier hat das artisanale Menü eine Bandbreite die von geröstetem Knochenmark, Randen-Amaranth-Falafel, langsam gegarter Weidelammschulter, Quinoa-Linsen-Power-Burger bis zum veganen Tonkabohnen-Glacé reicht. Auf der bemerkenswerten Weinkarte ist eine Vorliebe für noch unbekannte Winzer nicht zu übersehen.

 

 

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Jubiläums-Apero

Von René Grüninger

Jubiläums-Apero

«Haberbüni» heisst das Restaurant und was damit gemeint ist, verstehen sogar Nichtberner. Auf dieser «Büni» zu sitzen und zu «habere» ist ein ganz besonderes Vergnügen, und das seit zwanzig Jahren. So lange ist es her, seit Markus Schneider begonnen hat, den am Stadtrand gelegenen Bauernhof zu verzaubern.

Die Liebe zum Anwesen, das Herz für die Küche und die Freundschaft mit den Gästen haben die Haberbüni über die Jahre zu einem ganz speziellen Ort gemacht. Das soll nun gefeiert werden, und zwar am Donnerstag, 17. August 2017, mit einem einmaligen Sommerapéro. Geladen sind die Nachbarn, die Stammgäste von fern und nah, die Freunde des Hauses, aber auch die Gelegenheitsgäste und die Lieferanten. Die befreundete Weinhandlung Cultivino im Parterre lässt es sich nicht nehmen, ein paar Extratropfen zum 20. Geburtstag auszuschenken und das Sonic Jazz Ensemble wird ein paar schräge Dissonanzen in die Sommernacht schicken.

Einlass zum Jubiläums-Apéro ab 18 Uhr. Ab 20 Uhr Abendessen vom Oklahoma-Grill, Fr. 28.– pro Person.

Haberbüni, Könizstrasse 175, 3097 Bern-Liebefeld, Tel. 031 972 56 55, www.haberbueni.ch

Markus Schneider, Wirt und Unternehmer, freut sich auf die nächsten zwanzig Jahre.

In diesem Idyll wird nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal gefeiert, doch am 17. August 2017 ganz besonders.

 

 

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Von Florentinern – jetzt im Restaurant Veranda in Bern zu geniessen

Von Daria Lötscher

Von Florentinern – jetzt im Restaurant Veranda in Bern zu geniessen

Florenz mit seiner Kulturgeschichte schenkt seinen Namen verschiedensten Produkten. Florentiner sind nicht nur Damenstrohhüte mit schwingender Krempe oder besondere
Glasgefässe fürs Labor. So heissen auch Intarsien, ein Diamant oder eine Taubenrasse ... Auf der neuen Verandakarte finden sich weisse Florentiner als Begleitung eines dunklen Schokomousse.
Das zarte Mandel-Schoko-Gebäck scheint tatsächlich aus Italien zu kommen. Traditionelle Firenzini gehören zu den typischen Dolci der Region und begleiten traditionellerweise süsse Getränke wie Kakao. Die Zutaten neben Mandeln und Schokolade sind Honig und auch mal kandierte Früchte. Als kleine süsse Häufchen thront die leckere Masse auf der Kuvertüre, die auf der Unterseite gewellt gegossen wird. Das Gebäck kommt ganz ohne Mehl aus. Unser weisser Florentiner ist eher flach und muss ein bisschen an den Zähnen kleben – damit der Genuss lange dauert ...

www.veranda-bern.ch

 

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Grosse Tradition

Von Daria Lötscher

Grosse Tradition

Imposante Grandhotels mit grosser Tradition. Nirgends in den Alpen gibt es so viele davon wie im Engadin. Häuser, die in und für eine andere Zeit gebaut wurden. Die einen mit der Grandezza ihrer Architektur in eine andere Welt führen, wenn man sie betritt – ihre weitläufigen Lobbys, üppigen Salons, beeindruckenden Säle und stilvollen Restaurants. Drei dieser grossen Häuser sind in Essen gehn! Engadin vertreten:

  • Das Grand Hotel Kronenhof in Pontresina (www.kronenhof.com). Spätestens beim Eingang durch den stattlichen Hof stellt man fest, wie bezeichnend der Name ist. Zur vielschichtigen Baugeschichte des Kronenhofs gehört auch der hölzerne Pavillon aus der klassischen Moderne um 1930. Hier, an der winterlichen Natureisbahn, liegt das Restaurant Le Pavillon mit grosser Sonnenterrasse
  • Das Waldhaus in Sils-Maria (waldhaus-sils.ch). Traumhaft gelegen auf einem bewaldeten Hügel wie eine Burg. Wer in der eleganten Arvenstube diniert, soll sich davor einen Apèro gönnen, sei es in der Halle mit ihren altmodischen Polstersesseln oder in der stilvoll erneuerten Bar.

 

  • Das Kempinski Grand Hotel des Bains in St. Moritz (kempinski.com/stmoritz). 1864 für den sommerlichen Kurbetrieb als erstes Grandhotel im Engadin eröffnet. Aus jener Anfangszeit dieses vielfach umgebauten Hotels stammt der reich verzierte, original erhaltene Salon, in dem sich heute das Restaurant Enoteca

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    Ideales Geschenk

    Von Daria Lötscher

    Ideales Geschenk

    Jetzt können Sie die Essen-gehn-Büchlein bereits als Geschenk bestellen. In eine schwarze Schachtel verpackt, mit einem Silberkleber versehen und einer passenden Grusskarte ist das Geschenk schon fix und fertig. Sie brauchen nur noch Ihre Lieblingskarte zu wählen und darauf ein liebes Wort an den Empfänger schreiben.

    Geschenkkarte

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    Interview im Tagesanzeiger

    Von Daria Lötscher

    Interview im Tagesanzeiger
    Heute im Tages-Anzeiger nachzulesen: Ein Interview mit Michael Lütscher (einem der Herausgeber) über das Essen gehn! Engadin. 

    «Der Veloweg am Silsersee hat Hunger gemacht»

    Der Zürcher Michael Lütscher hat einen Gastroführer über das Engadin verfasst. Wieso?

    Mit Michael Lütscher sprach Lorenzo Petrò

    Hat es den Gastroführer über das Engadin wirklich noch gebraucht?
    «Essen gehn! Engadin» ist ja nicht nur ein Gastroführer, sondern auch ein praktisches Gutscheinbüchlein: Geht man damit mindestens zu zweit in eines der erwähnten Lokale, so ist der günstigste Hauptgang spendiert. Und ja, das Werk war dringend nötig. Das fand zumindest ein guter Freund aus England, der seit Jahren in St. Moritz in die Ferien geht und klagte, dass er immer in den gleichen zwei Restaurants esse. Er hat mich auf die Idee gebracht. Und seinetwegen ist es auch das erste Büchlein in der Reihe, das zweisprachig verfasst ist: auf Englisch und Deutsch.

    Das heisst, Sie hatten nur halb so viel Platz für ihre Beschreibung. Wie bringt man seine Eindrücke pointiert in 750 Zeichen unter?
    Man hat keinen Platz, um detailliert über das Essen zu schreiben. Was es braucht, ist eine Idee, im Idealfall eine kleine Geschichte. Weil es alles Restaurants sind, die ich selber empfehlen kann, war dieser Bezug relativ einfach gefunden.

    Welches ist Ihr Lieblingstipp im Büchlein?
    Das Padella in Samedan. Da wird saisonal mit Produkten aus dem Tal gekocht, es kommen Innereien auf den Tisch, und es wird etwas so Altmodisches zelebriert, wie das Flambieren am Tisch. Dazu gibt es tolle Weine. Am besten, man geht mit Freunden hin, damit man verschiedene Tropfen degustieren kann, die René Donatz empfiehlt.

    Was haben Sie Neues entdeckt bei Ihren Recherchen zum Buch?
    Meine liebste Neuentdeckung ist das Lagrev in Isola am Silsersee. Der 23-jährige Luca Giovanoli hat das Restaurant letztes Jahr von seiner Grossmutter übernommen. Auf den Tisch kommen Polenta mit Beilagen, geschmortes Gitzi, Tagliatelle mit Kastanienmehl. Wo gibt es das sonst im Engadin?

    Sie sind begeisterter Grill-Blogger und Spezialist für die Geschichte des Wintersports. Ist auch etwas für Vegis und Velofahrer darunter?
    Ich bezweifle, dass es im Engadin ein einziges vegetarisches Restaurant gibt. Aber alle im Buch vereinten bieten auch vegetarische Menüs an. Und sie haben nicht nur im Winter geöffnet. Ich habe meine Recherchen im Sommer mit dem Velo gemacht, das Tal ist ja nicht sonderlich steil. Nur dass der Veloweg den Silsersee entlang einen Abstecher hinauf auf eine Alp macht, brachte mich echt ins Schwitzen. Dafür hatte ich am Abend richtig Hunger.

    Auf den Bildern dürfen sich die Pächter selbst inszenieren: Sie werfen Papierflieger von der Terrasse, räkeln sich in der Blumenwiese. Sind Sie zufrieden mit dem Resultat?
    Ja. Dieses persönliche Element ist im Engadin-Buch vielleicht noch wichtiger, als in den «Essen gehn!»-Führern über Zürich oder Bern. Im Engadin sind die meisten Restaurants mit Arvenholz getäfelt. Schöne Ausnahmen sind das Castell in Zuoz mit seiner Stuckdecke oder die Enoteca des Kempinskis in St. Moritz. Aus Neugier besuchte ich vor Jahren dieses teils lieblos renovierte, riesige Haus und entdeckte darin diese ursprüngliche Ecke, einen Salon aus dem 19. Jahrhundert. Auch hier: schöner Stuck. Und dazu Salami und Rohschinken, die von der Decke baumeln.

     

     

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